18. August 2022

Wolfstund‘

Buddy Hills

Kommentare

Widda Wolfstund. Dreiviertel Viere
De Vollmond strahlt von rechts obbe schräg uff mich nunna.
S‘ isch ä warme Nacht. Schwer zum Aischlofe.
Ich muss los. Ob ich will oder ned
Ich dabb ibber de Rase uf de Weg un am Nachbar vorbei.
De Frank hald widder wi so oft! I
Ich heeren schnarche. De hot die Ruh weg.
Do steht widda sella Ford Muschtang seid’m Dunnschtig
Basst hier jo ned nei, abba der macht scho was her.
Meener als sei Fahrer.
Ich dabb weida und komm bei derre Goldige vorbei, die als immer so lacht.
Wenn die mich so dabbe sehe däd, sie däds s‘Grause kriege.
De Himmel isch noch dunkel,
kainer riehrt sich, alle schlofe se.
Sìsch d’Wolfstund un seller Vollmond hald von schräg obbe
Ich muss wieder dabbe.
Die Junge, die do g’feiert hän, händ alles liege g’lassst.
Dose, Flasche, Chipsgugge im Gras
Un de Junior vom Dieder hot widda sei Dreirädle drauße stehe g’lasst.
Es kommt ja ned weg, denk ich
Un ich häb annere Herausforderunge
Ich dabb noch fuffzig Meeder.
Rückgängig kann ich nix mehr mache.
De Bewegungsmelder schalt plötzlich d‘Lamp audomadisch ah.
Abba ich find jo de Weg blind.
S’isch ned s’erschde Mol
hier uf’m Campingplatz
zum Männerclo
um dreiviertel viere in de Wolfstund.

1 Kommentar

  1. Petra RieBüh

    Super, des ka ma sich so richdich vorstelle! Jetzt fehle bloß noch zwei Aug, wo in de Dunkelheit leuchte. So was hab ich emol erlebt uff em Campingplatz. Des war zwar kei Wolf, bloß e Katz, aber trotzdem unheimlich irgendwie …

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