24. September 2026

Schmetterling du scheenes Ding

Judith Rimmelspacher

Kommentare

Was ich jetz schreib, do sageder die spinnt. Abber des isch mer egal, ob ders glaubet oder net. Letschtes Johr ware lang im Krankehaus. Wenne im Park gsesse bin, isch do jedes Mol en weißer Schmetterling umme rum rumgfloge. Un die ganze drei Monat, ich habs kaum geglaubt, ischer do gwese, wirklich jedes Mol. Ich denk, des isch e Zeiche, habbe zumer gsagt. Der will mer was sage: Ich bin beider, du kannsch bald widder fliege, net uffgebbe. Des isch die ganze drei Monat so gange. Sitz in meim Stuhl, langsam kehre widder ins Lebe zrück un wer isch bei mer, de Schmetterling! Dem musse jetz en Name gebbe. Ich nenn‘ dich Heinz, wie mein verstorbener Mann, des bisch du, du wachsch übber mich. Blauer Himmel, Hitz‘ alles isch gut un de Heinz isch beimer. Un ihr werrets net glaube. Bin deheim, sitz uffem Balkon, guck in de Himmel un wer kommt – de weiße Schmetterling. Ich sag, des isch deselbe wie in de Klinik, der isch hinnermer hergfloge. Grüß Gott, Heinz habbe gsagt. Es isch wirklich so, wiees gsagt hab‘, jetz fliegtder am Balkon vorbei, setzt sich uff d’Blume. Mei Kinner un Enkel habben a gsehe, ich verzähl die Gschicht, sie hemme net ausglacht un wenner vorbeifliegt un sie sin do, rufese: Do fliegt de Vadder un de Opa…..

1 Kommentar

  1. Petra RieBüh

    Liebe Judith, ja, das sind so tröstliche Zeichen. Es muss ja keine Wiedergeburt sein, darüber machen wir uns natürlich lustig, aber Dein Heinz könnte Dir diesen Schmetterling ja geschickt haben. (???)

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