4. April 2026

Oschtergedanke

Wolfgang Mueller

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Oschtergedanke

Was oim uff de Zung liggt, soll ma rauslosse.

Wann, wenn net bei eme – vom Eise befreite – Oschterspaziergang?

Un wenn e Gott sei Dank-Gebet draus werd, schad’s a nix.

Durch s’Oschtergschehe zaigt uns Gott s’Licht am Ende vom Tunnel.

I kann erkenne, wie mir s’Läwe mit offene Ärm entgegekommt.

S’dut richtig gut, wie me d’Sonn hell un warm astrahlt un ufftaut

un dass e widder feschten Bode unner de Fieß spür,

isch e beruhigends Gfühl un losst me mein Weg sicher geh.

I genieß, dass des vielstimmige Voggelkonzert koin Eitritt koscht

un horch gspannt, ob ma de Kuckuck aus dem gmischte Chor raushört.

Wo e hiegugg, winke mer Schlüsselblume un Buschwindröslen zu,

d’Katzemorlen un d’Pfirsichblüdezweig schaukle im Frühlingswinn

un d‘Oschterglocke stimme in s’Glockegeläut von de Kirchtürm ei,

die d’Oschterbotschaft von de Auferstehung verkündige.

S’sieht so aus, als däte d’Biene un d’Hummle un seller Zitronefalter

im Takt von de Glocke durch d’Frühlingsluft fladdere.

Alles um me rum ruft mir in seine Kläng, seine Farwe un Düft zu:

S’Läwe isch voller Wunder un jeder un jedes isch en Tail devo.

Mir lobe dich Gott und dei umfassende Liebe zu uns Mensche

un allem, was’d gschaffe hasch un immer widder neu uffwecksch.

Mir danke dir für unser Do-sei un So-sei un s’Debei sei dürfe –

mitteldrin in deinere wohl bedachte un wundervolle Schöpfung.

I kann des alles mit muntere un fröhliche Sinn wohrnemme.

I därf den bunte Regeboge am Himmel bewunnere, der an de Bund

zwische Gott un uns Mensche erinnert un dankbar sei, dass e dezughör.

Schee, dass e des Neugeborewerre im Frühjohr in de Natur miterläwe

un – wenn e mecht – a in mir selwer spüre un mitempfinne därf.

I muß bloß Ja! dezu sage un des isch gwieß net z‘viel verlangt…

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