2. September 2020

Maulwerf

Else Gorenflo

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Maulwerf

Geh ih frühmorgends hinners Haus
macht mich mei Rase rasend,
sechs Maulwerfhügel gucke raus,
vorbei was grün, war grasend.
Mit Rasebese, Schaufel, Spat.
De Frühsport isch so gsichert.
Ich hör so manchmol in de Tat
wies unnerirdisch kichert!
Doch jeden Dag des selbe Spiel,
do hört de Spass dann uff.
De Maulwerf ihre neustes Ziel:
’s Rhabarberbeet geht druff!
Jetzt bin e bös, bin wütich, sauer,
’s isch Krieg ruf ich hysterisch!
Doch dann siegt schnell mei Toleranz,
isch des net alles tierisch?
Rechts isch e Strooß, hinne e Haus,
de Nochber hod en Schottergarde,
wu solle denn die Maulwerf raus
nach altgewohnte Arte?
Die hen doch echt koi annre Wahl,
die müsse bei mir bleiwe!
Un ih muss mit der Maulwurfsqual
auch ferner Frühsport treiwe.
Doch Stroof muss sei,
bei aller Lieb, Rhabarber isch tabu,
häb 15 Zehe Knoblauch nei.
Seither häwe mei Ruh.
Ich häb doch aus Erfahrung gwisst,
un dess bei aller Liebe:
Knowlich hod scho in annre Fäll
ganz annere „Feind“ vertriewe!

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