20. August 2020

Gastbeitrag von Siegfried Thomann: Badische Gutsele – eine Annäherung

Thomas Heitlinger

Kommentare

Gastbeitrag von Siegfried Thomann: Badische Gutsele – eine Annäherung

Ich will jo wirklich jetzt net motze,
awwa „Gutsele“ – sin eigentlich zum schlotze

Doch jetzt gibt`s die online, zuem läse un höre!?
In dene Kreise soll ich jetzt au verkehre?

Mach doch mol mit, het de Heitlinger g`sait
na gued, dann mach ich ihm halt die Fraid

Nur ein Bedingung het er doch:
`s geht nur in Badisch, als einzige Sproch!

Kenn Problem, ein Dialekt, den kann ich:
Un zwar isch des: Oberrheinalemannisch.

Awwa net wie in Kallsruh, ziemlich b_r_o_o_i_d
koi zwoi woiche Oier in oinere Roi geroiht

Un au net wie im Süde, viellicht Wiel am Rhii,
dort unne isch ma statt g`wä jo eher g´si`

Ich geb`s jetzt offiziell bekannt:
Ich kum usem schene Hanauerland

Nördlich von Kehl ä paar Dörfer am Rhin
do stamm ich her, do g`hör ich hin

Ich loss eich jetzt net länger zapple
statt schwätze duen mir nämlich babble

Mia duen net „schauen“ sondern luewe
in de Kinderschul gibt`s Maidle und Buewe

Die Landwirt die heiße dert Buure
wenn`s länger geht, dann kann`s au duure

„Hallo“ und „Tschüß“ heißt einfach „salli“
des verschded jeder, des kenne dert alli

Un an de Stammdisch geht jeder gern hin
de eine trinkt Bier, de andere Win

Manchi Mueda het deswege oft e Wut,
„wenn de Babbe in de Schlabbe in de Rabbe dabbe dud“ (*)

Awwa des schönschde Wort bi uns,
jetzt basse gued uff:

Des isch und bliebd : Die Hexeguff!

(*) Liedtitel von Gerd Birsner (badischer Liedermacher)

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