1. Juni 2021

En gern in Kauf gnommene Schreck uff d’Nacht

Wolfgang Mueller

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Rechtzeitig zu de Corona-Lockerunge Ende Mai
isch in unserm Frühkirschdeboom e Riesegschrai.
Amsle, Drossle, Star‘ un Finke,
un alle, die gern frischen Oschtsaft trinke
odder saftigs Fruchtflaisch fresse,
finne sich zum Frühschoppe ei.
Heit mecht en Star de Erschte sei.
Er isch schon beizeite –
genauer gsagt glei nooch em Sechseleite –
butzmunter uff seim Stamm- äh Aschtplatz gsesse.

Annere Aschtgäscht komme erscht zum Obendbrot.
Des „all you can eat“ – Eisteigerogebot
isch nämlich rund um d’Uhr koschtefrei.

Seller Nachtkrabb hot krächzt: Sag des doch glei!
Er losst sich sich vor em Dunkelwerre noch e paar Kirschde schmecke.
Dann macht er sich uff, um d’Späthoimkehrer zu verschrecke.

Mit de Ausgangssperre nemmt ma’s jo nemmeh so gnau
un d’Luft in sellere Gardewirtschaft isch grad ognehm lau.
Mit eme Glas Gerschtesaft in de Hand –
nadierlich unner Eihaltung vom Mindeschtabstand –
hot ma endlich widder mitenanner gschwätzt un glacht.

Do vertragt ma gern a noch en Schreck uff d’Nacht!

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