7. April 2022

E anners Badner Lied…

Angelika Futterer

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Im Zusammenhang mit dem heutigen BNN-Artikel im Südwestecho, S. 13 , Ausgabe Nr. 81: „Der Chef-Badener Robert Mürb ist ’sehr erschüttert’….Das Land feiert Geburtstag – ohne die Badener“

Entstanden 1998, jetzt wieder hervorgekramt… 

(Melodie: „Wer jetzig Zeiten leben will, muss haben tapfers Herze…“)

 

1. Wer heit als Badner lewe will,                                               2. Als Badener do brauchsch di net

muss haben tapfers Herze                                                       un niemols zu verschdegge

Es hat der argen Feind soviel                                                   du schdablsch gärn e bissl dief

bereitet uns groß Schmerze…                                                   so kann’ma a oaecke…

Un „badisch“ sei, des haißt halt mol                                          Doch Labbeduddl sin mer net

viel Toleranz zu erwe,                                                                do misse mer uns wehre

zu Hecker’s Zeit war’n Bad’ner Leit                                            erscht recht, wa’ma uns gärn so hedd

bereit, defor zu schderwe !                                                        Jetzt geht’s um unsre Ehre !

 

3. Ma  kann vor lauder Toleranz                                                 4. Sei schdolz, dass du en Badner bisch

sein eigne Weg vergesse…                                                       net nur an denne Dage…

E bissl  Egoismus meh                                                               dass Freiheitssinn koi Lascht meh isch

wär wirklich net vermesse…                                                       muss ma’der dess noch sage ?

Mir wärre net fuchsdeifelswild                                                    Ja, so därf’s nimmeh weidergeh

koin Mensch will iwwerdreiwe                                                     weil Freiheitssinn zu erwe

die Losung – un die wär koi Sind‘-                                              haißt jetzt un heit – horcht zu ihr Leit :

haißt: Gugge, wu’mer bleiwe !                                                   mit lewe, net droa schdärwe !

 

5. (die ersten 4 Zeilen summen), dann:

…dess ging doch mit dem Teufel * (extra net  „Deifl“) zu

wann mir’s net schaffe dede

„Losst mir“, so schreit der, „jo mei Ruh –

was soll dess badisch Schdreewe ???“

 

Anmerkung: * gemeint war damals der damalige Ministerpräsident Erwin Teufel…Robert Mürb brachte ihn beim Jubiläum „150 Jahre Badische Revolution“ in Rage, indem er ihm eine Unterschriftenliste gegen den Stuttgarter Zentralismus übergab, woraufhin Teufel hoch gesprungen sein muss u. getobt hatte.

Das Lied war 1998 Teil meines Beitrags zum damaligen Mundartwettbewerb als Szenarium  mit dem Titel „Gugge, wu’mer bleiwe…“ für das ich einen Preis erhielt…Thematik war die „Bad. Revolution“

 

 

 

 

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