27. September 2020

Die schönschte Blume hem mir net

Petra Rieger-Bühler

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Me sieht se net, me hört se net,
me braucht se net, me kauft se net,
me will se net, me killt se net,
die sin aa für de Wurzelsepp
de allergröschte Knorzelschreck!
Tief in der Erd in jeder Eck,
do hockt e winzig Minischnegg,
in rund oder oval, des isch jo schrottegal,
die frisst – des isch de gröschte Gag,
die Blume grad von unne weg.
Do geh’n se ei, do hasch de Dreck,
die Blätter weich – e Blumeleich!
Ob Currypulver, Kaffesatz,
des juckt die net, wenn e mi kratz,
die Schneggekörner sin zu groß,
du kriegsch die Viecher nimmeh los,
du machsch dich grad für die zum Depp
un wünsch‘ der scho e g’stand‘ne Schnegg,
e Nachtschnegg oder Weinbergschnegg
mit Häuser druff oder aa net,
dass die dann an dei‘m Gift verreck!

Minischnegglen, klai aber effizient.
Stiefmüddderlen, labbeduddlig mit traurige G’sichtlen.
Kampf ums Dasei – Natur pur,
völlig berechtigte Existenz,
un helfe kann der dabei nur
vielleicht e Ent oder paar Gäns – (?)
Aber im Grund – jo komm, geh fort,
des sin doch alles Schneggedänz!

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