2. Oktober 2021

De Bauer un de Oktober

Otto Arnold

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De Bauer un de Oktober

Im Oktober hat mer oft erlebt,
dass-z den Altweibersommer gebt.
Awwer: „Warmer Oktober bringt fürwahr
einen sehr kalten Februar.“

Kriegt mer ah jetz noch koin Schnee,
gebts trotzdem ball Oktobertee.
Un „Oktobergewitter sagen beständig,
der kommende Winter wird wetterwendig.“

Wenn die Wind draus net z-arg blose,
hasch em Garde aa noch Rose.
„Späte Rosen im Garten
lassen den Winter noch warten.“

Die Wind im Oktober sen garnet so rar,
Sie brofezeie des Wedder sogar.
„Oktoberwind – glaube es mir –
verkündet harten Winter dir.“

Ischs Wedder aa net immer schee,
De Bauer kann en Vortel seh.
„Ist der Oktober kalt,
macht er dem Raupenfraß halt.“

Um alle Zweifel zu vertreiwe,
kammers aa noch so beschreiwe:
„Nichts kann mehr vor Raupen schützen
als Oktoberreif in Pfützen.“

A mit Kloiviech hat de Bauer zu duh.
Do khehre aa die Meis dezu.
„Kommt die Feldmaus in das Dorf,
so kümmre dich um Holz und Torf.“

Un a en Has isch net arg groß.
Woher wais der des Wedder blos?
„Hat der Has‘ ein dichtes Fell,
so kümmre dich um Brennholz schnell.“

Im Oktober, moinsch, hed de Bauer sei Ruh?
Do hodder no viel uf de Ägger ze duh.
„Wer an Lukas Roggen streut,
es im Jahr drauf nicht bereut.“

Awwer wie so oft em Lewe,
kanns aa mol frohe Botschaft gewe.
„An Sankt Wolfgang Regen
verspricht ein Jahr voller Segen.“

OA0720

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