4. November 2021

De Bauer un de November

Otto Arnold

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De Bauer un de November

Der traurich November, des isch halt so,
fangt glei mit Allerhailiche oh.
„Wenn’s zu Allerheiligen schneit,
dann lege deinen Pelz bereit.“

Es isch net sicher, wies dann werd.
Am beschde ischs, wanns dich net schdehrt.
„Der November tritt oft hart herein,
trotzdem braucht nicht viel dahinter sein.“

Die Beem kannsch manchsmol aa noch frage,
was se zu dem Wedder sage.
„Hängt das Laub bis November hinein,
wird der Winter lange sein.“

Nadierlich kennts a annerschd kumme,
als mit dem Laubfall hasch vernumme.
„Fällt im November das Laub sehr früh zur Erden,
soll es nächstes Jahr ein feiner Sommer werden.“

Mer kann des Thema weider treiwe
un a noch so e Versle schreiwe:
„Blühn im November die Bäume aufs neu,
dann währet der Winter bis zum Mai.“

Manche Viecher sin rechd schlau,
sie kenne s Wedder ganz genau:
„Läßt der November die Füchse bellen,
wird der Winter viel Schnee bestellen“

Martini bringt oft rechde Fruscht,
weil dann de Zehnde zahle muschd.
„Sankt Martin ist ein harter Mann
für den, der nicht bezahlen kann.“

Doch wais de Martin, wie mer hehrd,
a wie de negschde Winter werd.
„Ist es um Martini trüb,
wird der Winter gar nicht lieb.“

De Bauer muss dann a druf achte.
dass seine Wiese net verschmachde.
„Novemberwasser auf den Wiesen,
dann wird das Gras im Lenze sprießen.“

Wenns zu arich am Himmel graut,
werd em Bauer sei Ährnd versaut,
„Wenn der November regnet und frostet,
dies leicht die Saat das Leben kostet.“

OA0720

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