14. Mai 2026

Lieber Vadder!

Petra Rieger-Bühler

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D‘ Sonn isch do un widder weg,

komm, mir gehn e korze Streck!

De Himmel blau un weiß do hübbe,

schwarze Wolke sin do drübbe.

Vom Friedhof Richdung Eggschtoi hie

sehsch Kornfelder scho hoch wie nie

un Blüte am Holunderbusch. –

Uff eimol prasselt’s! Merksch des? Wusch!

Mir henn oin Schirm, den uffg’spannt, fix,

aber do unne nützt der nix!

Klamm an de Bein, d‘ Schuh inne saichnaß,

in d‘ Pfütze nei, jetzt schlooßt’s noch – krass!

De Schirm ganz schief im Gegewind,

wo uff de Strooß e Bächle rinnt –

nix wie hoim, nach Neered z’rück!

De Bonifatius bringt uns heit kai Glück.

Warum, sag, isch der Kerl do heilig,

wo ’s hat mit Eis un Schnee bloß eilig?!

Lieber Vadder, heit an Dei’m Daag

kann picknicke un radle grad, wer mag!

 

 

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