3. März 2026

Mir isch so – ach, i woiß net wie

Petra Rieger-Bühler

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Luft schnabbe

wie en Frosch, wo Fliege fangt.

De erschte Sonnestrahl genieße.

Rumspaziere bis es langt.

Forsythie, Krokus scho erliggert

un Baumknöschplen, wo sprieße.

Sogar paar Oschterglöcklen – ohne Scherz,

mit Miniveilche uff de Wiese

duhn blühe nach der lange Winderkält

von heit uff morge – Aafang März.

Vogelschtimmle – noch verhalte,

zart un hoch von irgendwo.

Un do sehsch – midde uff em Acker

en Goldfasan!

Ganz kupfrich glänzend uff de Bruscht –

wie stolz der laaft, so ruhig, wacker,

un knabbert an de Büsch voll Luscht!

 

E bissel lahm un doch beschwingt,

benomme fascht von z‘ warmer Luft,

dem helle Fetze Blau am Himmel,

dem Windle, mild, noch ohne Duft,

irgendwie leichter so um’s Herz

un dofür ganz schee schwer um d‘ Bei –

kann des vielleicht de Frühling sei?

 

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