Badische Gutsele
präsentiert von Thomas Liebscher und Thomas Heitlinger (c) 2019


Karlheinz Grether

Karlheinz Grether - geboren im Dezember 1949 in Neureut, einen Tag vor Heilig Abend, an einem ganz gewöhnlichen Werktag; gerade noch rechtzeitig kurz vor Feierabend. Somit ein echter Ureinwohner und der Neereder Dialekt auch leicht erklärbar. Er hat seinen Heimatort nie verlassen - mit Ausnahme seiner Bundeswehrzeit - die verbrachte er in Neureut-Kirchfeld.

Seit 1975 verheiratet liebt Grether seine Frau, seine gesamte Familie und vor allem die beiden Enkelinnen über alles. Er selbst bezeichnet sich als Genießer (nicht als Schlemmer), mag trotzdem Wein, Weib und Gesang; wobei seine Frau sorgsam darauf achtet, dass ersteres nur in Maßen, zweiteres nie und Chorgesang nur geregelt genossen wird. Seine Stücke in Mundart-Prosa sind humorvoll, oft nachdenklicher Art mit zumeist zynisch-ironischem Einschlag. Er ist vor allem berüchtigt für sein „böses Mundwerk“, wobei er aber niemals jemanden persönlich beleidigen will.

Nachdem er seine berufliche Laufbahn mit Erreichen des sechzigsten Lebensjahres für beendet erklärt hat, frönt er neben der Mundart-Schreiberei nun nur noch seinen Hobbys, der Zwerghühner- und Stallhasenzucht, um mit deren Verkauf auf dem Schwarzmarkt seine Rente aufbessern.

www.altneerederschul.org



Thomas Heitlinger


Seit über 30 Jahren ist Thomas Heitlinger mit mehreren Mundartprogrammen in der Region Nordbaden unterwegs. Mit Schwarz uff Weiß, Schlachtfescht, "Der Rammler-Willi", Gnitz ,”Zum Dunnerlattich”  und nun mit dem Programm “Stutze’bock” © 2019 wird in der hiesigen Mundart erzählt, immer in der Gefahr, daß die, die net von do sin, absolut gar nichts verstehen. Daneben führt Thomas Heitlinger gelegentlich durch das Badische Landesmuseum mit einer Mundartführung zu Badischen Geschichte(n)

www.heitlinger.de



Wolfgang Müller

Wolfgang Müller wurde 1950 im Söllinger „Freistaat“ geboren.  Er beobachtete schon als Kind die unterschiedlichen Facetten der Teilhabe und des Umgangs im zwischenmenschlichen Bereich und erkannte früh die wichtige Rolle der Sprache.

Im Garten am Hang stand ein „Moschtbiereboom“, von dessen Krone er als Bub übers Dorf hinausgucken und ahnen konnte, dass „iwwerm Berg a Leit wohne“. Der Baum musste einem Haus am Hang weichen – der Weitblick blieb.         

Seit einem halben Jahrhundert teilt sich Wolfgang Aus- und Augenblicke mit seiner Frau Rosie und gemeinsam entwickeln sie innovative Mundartprojekte im öffentlichen Raum.  Als mehrfacher Mundart-Preisträger in den Sparten Prosa und Lyrik und als anerkannter Übersetzer biblischer Texte ins Kernbadische beweist der Pfinztaler Autor, dass die heimische Mundart nicht nur im heiter-besinnlichen, sondern auch im tiefgründig-seriösen Sprachgeschehen die „stimmige“ Art sein kann beim „offe un ehrlich mitenanner Schwätze“.

www.mueller-soellingen.de