Badische Gutsele
präsentiert von Thomas Liebscher und Thomas Heitlinger (c) 2019-2020

Bernhard Asal

Jahrgang 1952

Sozialpädagoge im „Ruhestand“. Erster öffentlicher Auftritt 1962 im Freiburger Stadtgarten zum „Tag der Heimat“. In den letzten Jahren Theaterprojekte mit der inklusiven Theatergruppe „ECHT“, als Stückeschreiber und Regisseur. Mit den „Badischen Drei“ in Sachen Mundart unterwegs. Betreiber des YouTube Kanals Schnatermann, mit Mundart, Musik und Humor aus Baden.



Roland Bruchmann


geboren und aufgewachsen in der damals noch selbständigen Gemeinde Neureut, die als größte Landgemeine in Baden-Württemberg im Jahr 1975 gegen den erklärten Willen der Bürger nach Karlsruhe eingemeindet wurde. 
Verheiratet, 2 Kinder, keine Haustiere. Langjähriges Mitglied des ev. Kirchenchores Neureut-Nord, der TG Neureut und des ADAC. Liebt die badische Küche und französischen Rotwein.
Mehrfacher Preisträger des Mundartwettbewerbs „der gnitze Griffel“ bzw. des Vorgängerwettbewerbs in der Sparte „Lyrik“. Träger der Ehrennadel für Heimatpflege des Regierungspräsidiums Karlsruhe in Anerkennung der Verdienste um die ‚neereder Mundart‘. Initiator (Spiritus-Rektor) und Mitbegründer der Mundartvereinigung „Alt-Neereder Schul“.
Veröffentlichungen in Mundart und in hochdeutscher Sprache. Zusammen mit Bruder Martin Verfasser (und Akteur/ Regisseur/ Bühnenbildner) zahlreicher Mundarttheaterstücke.




Hermann Dischinger



Hermann DISCHINGER (*1944 in Östringen) OStR i.R./ Mundart-Dichter und Autor. Abitur am Schönborn-Gymnasium in Bruchsal, Studium der kath. Theologie, Philosophie und Anglistik in Freiburg i. Br. und München. Nach dem Staatsexamen Referendariat in Freiburg und Neustadt/ Schwarzwald. Ab 1972 unterrichtete er bis zu seiner Pensionierung am Leibniz-Gymnasium-Östringen.

Seit 1989 mehrere Mundartpreise und Autor mit typischem Östringer Dialekt. Insgesamt neunzehn Bücher veröffentlicht, zwei davon in der Schriftsprache und zwei weitere in Dialekt /Standarddeutsch. Unter anderem ein „Östringer Wörterbuch“, „Badischer Struwwelpeder“, „Klassedreffe“, „Was wichdich isch“, „e Gschenk“, „noch e Gschenk“. Die zwei letzten Bände  „Gedanken über das Leben“  und „Gedanken in Wort und Bild“ sind mit Gemälden und  Zeichnungen  Östringer  Künstler hochwertig ausgestattet.

Schon seit früher Jugend Interesse an fremden Sprachen und Kulturen sowie an Literatur, Architektur, Malerei, Musik. Durch Reisen in vier Kontinente viel erlebt.

Es ist ein großes Geschenk, dass unsere Generation sich das leisten konnte. Das größte Geschenk im Alter sind für mich jedoch meine zwei Enkel, die mir sehr viel Freude bereiten.“

Weitere Informationen: www.museum-östringen.de Homepage der Stadt Östringen




Heidrun Eyermann



"Mei Sproch isch net vun mir zu trenne,
weil ma uns von Kind uff kenne..."

So beschreibt Heidrun Eyermann (1960) ihr Verhältnis zu ihrem Dialekt. Die vierfache Mutter und Oma von "zwee klone Lausbuwe" ist in Obrigheim am Neckar zu Hause. Seit der Schulzeit begeistern znd faszinieren sie Dialekte. Sie schreibt mal mehr, mal weniger intensiv "wie's kummt". Mehrere Auszeichnungen bei Mundartwettbewerben des Arbeitskreises Heimatpflege Nordbaden und des Odenwaldclubs in den Sparten Lyrik, Prosa und Szene. Bei öffentlichen Veranstaltungen tritt sie neben Lesungen auch mit Kabaretteinlagen, z.B. als "Schorsch", auf. Für ihr kulturelles Engagement für die Gemeinde Obrigheim wurde sie mit der Bürgermedaille in Silber ausgezeichnet. Mit ihrer Büttenrede in "owwerischer Dialekt" gehört sie zu den Highlights der owwerischer Fasnacht.





Karlheinz Grether

Karlheinz Grether - geboren im Dezember 1949 in Neureut, einen Tag vor Heilig Abend, an einem ganz gewöhnlichen Werktag; gerade noch rechtzeitig kurz vor Feierabend. Somit ein echter Ureinwohner und der Neereder Dialekt auch leicht erklärbar. Er hat seinen Heimatort nie verlassen - mit Ausnahme seiner Bundeswehrzeit - die verbrachte er in Neureut-Kirchfeld.

Seit 1975 verheiratet liebt Grether seine Frau, seine gesamte Familie und vor allem die beiden Enkelinnen über alles. Er selbst bezeichnet sich als Genießer (nicht als Schlemmer), mag trotzdem Wein, Weib und Gesang; wobei seine Frau sorgsam darauf achtet, dass ersteres nur in Maßen, zweiteres nie und Chorgesang nur geregelt genossen wird. Seine Stücke in Mundart-Prosa sind humorvoll, oft nachdenklicher Art mit zumeist zynisch-ironischem Einschlag. Er ist vor allem berüchtigt für sein „böses Mundwerk“, wobei er aber niemals jemanden persönlich beleidigen will.

Nachdem er seine berufliche Laufbahn mit Erreichen des sechzigsten Lebensjahres für beendet erklärt hat, frönt er neben der Mundart-Schreiberei nun nur noch seinen Hobbys, der Zwerghühner- und Stallhasenzucht, um mit deren Verkauf auf dem Schwarzmarkt seine Rente aufbessern.

www.altneerederschul.org



Thomas Heitlinger


Seit über 30 Jahren ist Thomas Heitlinger mit mehreren Mundartprogrammen in der Region Nordbaden unterwegs. Mit Schwarz uff Weiß, Schlachtfescht, "Der Rammler-Willi", Gnitz ,”Zum Dunnerlattich”  und nun mit dem Programm “Stutze’bock” © 2019 wird in der hiesigen Mundart erzählt, immer in der Gefahr, daß die, die net von do sin, absolut gar nichts verstehen. Daneben führt Thomas Heitlinger gelegentlich durch das Badische Landesmuseum mit einer Mundartführung zu Badischen Geschichte(n)

www.heitlinger.de



Thomas Huber




Thomas Huber, geb. am 24.10.1966 in Karlsruhe. Schreibt seit vielen Jahren Texte in Mundart und war wiederholt Preisträger beim „Gnitze Griffel“.  Schafft in der öffentlichen Verwaltung, wobei er von sich behauptet, dass ihm das bis heute nicht allzu sehr geschadet hat. Oder wenigstens hofft ers.   

Lebt mit seiner Familie in Karlsdorf.  Wenn er dort net isch, dann isch er wahrscheinlich grad mit Kind, Kegel und Wohnwagen uf  Tour.

Bücher und Publikationen: „Kimmsch e bissl mit“ (2000), „I riech nix“ (Mundart-Edition) und – was ganz was onners - „Briefe, die die Welt verändern könnten“ (2018, Lindemanns Bibliothek) von Tobias Hull.    





Brigitte Köck



Ich lebe mit meiner Familie in Bruchsal und erblickte 1955 auch dort das Licht der Welt bzw. ich erblickte „Brusl“.
Eigentlich bin ich da nie wirklich heraus gekommen.
Ich arbeitete in meinem Beruf viele Jahre als Krankenschwester und ehrenamtlich als Hospizbegleiterin.
Inzwischen habe ich Enkel, die mich mit „Oma, fang mich“ durch den Garten jagen und glücklich machen.
Geschrieben habe ich schon immer, aber erst seit ein paar Jahren Mundartgeschichten und Gedichte.
Ich bin wohl hier im „world  wide  web“,
awer liewer bin e nah bei de Leit, middl drin – un in echt.




Thomas Liebscher


gebore 1961 in Bruchsal, uffgwachse un schwetze glernt im vordere Kraichgau rund um Mengelse (Bad Schönborn), ufd Schul im Gymnasium Östringen; dann Germanistik und Politikwissenschaft in Freiburg, Heidelberg und Montpellier studiert. Kabarett und Theater gspielt. Seit 1989 Zeitungsredakteur bei de BNN (Badische Neuesten Nachrichten, Karlsruhe). Wohnt in Hoggene. Spielt Klarinett un immer noch Fußball - Kicke halt. Mag Musik von Franz Schubert, The Beautiful South (Paul Heaton) und Element of Crime.
Sei Mundartbiecher beim verlag regionalkultur: Ins Heimatmuseum (1993), Besser wie nix (1997), Isch doch wohr (2000), S isch immer ebbes, awwer net wie’s sei soll (2005), Alderle! (2011). Nuffzus, nunnerzus, newedran (Anthologie 2015).
Außerdem: I riech nix (Info Verlag 2009), Badisch für Anfänger (Langenscheidt, zusammen mit Werner Puschner 2018).
Mehrfach Nordbadischer Mundartpreis für Lyrik; Dautermann-Preis beim Pfälzischen Dichterwettstreit in Bockenheim für die beste Neuerscheinung 1995; Pamina-Kulturpreis 2003.
Beirat im Arbeitskreis Heimatpflege Regierungsbezirk Karlsruhe und Mitorganisator des Wettbewerbs „De Gnitze Griffel.“

www.thomas-liebscher.de




Heiko Maier


geboren 1973, koin Mensch dähoam gwesst - alle warä sie Spargl stechä.

Seit 2007 mit eigenem Mundart-Soloprogramm unnäwegs. Bin glernter Tontechniker und war für viele namhafte Rundfunksender im Land do.
Ich mach moi Winterraifä nadierlich ärscht donn druff, wonns schun zu schbot isch, versteh so monchi Frog net un ich find die Fänsehwärbung gont toll. Außädem heb ich den Deggl vun dä Dompfnudlpfonn hoch un wärr sofort widdä ä Kind, wonn ich ä Bäby seh oddä än klohnä sießä Hund. Die Fraa hot immer kaldä Fieß, des Wetter isch nie recht - egal wies isch, die Homöopatie hilft iwwäral un mir Männer senn immer arm droh.
Des alles un viel Schbontanes, des isch maierlive - awwä 100 Brotzendich!

www.heikomaier.de





Wolfgang Müller

Wolfgang Müller wurde 1950 im Söllinger „Freistaat“ geboren.  Er beobachtete schon als Kind die unterschiedlichen Facetten der Teilhabe und des Umgangs im zwischenmenschlichen Bereich und erkannte früh die wichtige Rolle der Sprache.

Im Garten am Hang stand ein „Moschtbiereboom“, von dessen Krone er als Bub übers Dorf hinausgucken und ahnen konnte, dass „iwwerm Berg a Leit wohne“. Der Baum musste einem Haus am Hang weichen – der Weitblick blieb.         

Seit einem halben Jahrhundert teilt sich Wolfgang Aus- und Augenblicke mit seiner Frau Rosie und gemeinsam entwickeln sie innovative Mundartprojekte im öffentlichen Raum.  Als mehrfacher Mundart-Preisträger in den Sparten Prosa und Lyrik und als anerkannter Übersetzer biblischer Texte ins Kernbadische beweist der Pfinztaler Autor, dass die heimische Mundart nicht nur im heiter-besinnlichen, sondern auch im tiefgründig-seriösen Sprachgeschehen die „stimmige“ Art sein kann beim „offe un ehrlich mitenanner Schwätze“.

www.mueller-soellingen.de




Elfi Neubauer-Theis


In Bischesse gebore un aa do in d’Schul gonge, wu d’Lehrer gmont hewwe, i sollt erscht emol richtig deitsch lerne. Was i donn aa gmacht hab in Heidelberg, wu sich die Professorin iwwer de Kurpfälzer ihrn umeegliche Dialekt uffgregt hot.
Die Welt isch rund hawwich gedenkt un mim Schreiwe ogfonge un zwar so wie mir de Schnawwl gwachse isch. Was donn gar net so verkehrt war.

Guckt selwer:    www.neubauer-theis.de



Anton Ottmann



Anton Ottmann, Jg. 45, verheiratet, drei Kinder, sechs Enkel.

Realschullehrer i.R., Promotion in Erziehungswissenschaft an der Uni Heidelberg, Seit 1969 bis heute zahlreiche wissenschaftliche Artikel in Erziehungswissenschaft und Mathematikdidaktik. Autor von mathematischem Unterrichtsmaterial.  

1996 erste Belletristik-Veröffentlichung mit „Weihnachtsgeschichten für Erwachsene“ im Eichner Verlag Freiburg. Danach "Die Pariserin und 15 andere Geschichten über die Liebe" (2004), "Weihnachten ist jedes Jahr" (2007), „Geschichten aus Baden und dem Elsass“ (2009), Roman Trauerjahr“ (2013) und „Begegnungen in der Weihnachtszeit“ (2019), alle im Info-Verlag Karlsruhe.

Lesungen und sonstige Auftritte in Mundart (Kraichgau, Kurpfalz) zusammen mit Ehefrau Ursula Ottmann. „Kurpfälzer Gebabbel“, eine Sammlung von Geschichten und Dialogen in Mundart (2014) veröffentlicht im Info Verlag. Kurzgeschichten, auch in Mundart, in mehreren Anthologien. 2007 und 2009 Preise in Mundart.  

Seit 2006 journalistische Tätigkeit, u.a. für die der Rhein-Neckar-Zeitung.

www.anton-ottmann.de



Charly Weibel



„Charly Weibel geboren 1957 in Mannheim und seither wohnhaft in Reilingen.

Gelernter und mittlerweile pensionierter Schutzmann.

Zuerst Rockmusiker bei Jezebel's Tower und danach Mundartsänger.

Inspiriert durch das Leben schreibt er seit 1989 Lieder in heimischer Mundart.

Insgesamt vier veröffentlichte CDs mit "aig schähne Lieder druff (immer ä schähns G'schenk!)".

 www.weibel.de